Fragen zu Bungard Basismaterial

  • Reinigen / Rückseitendruck bei einseitigen Platten Open or Close

    Unsere Platten sind aus qualitätsgründen schon immer (seit 1961) im Tauchbeschichtungsverfahren beschichtet. Das heißt, sie haben IMMER, auch bei einseitigen Platten, Fotolack auch auf der Rückseite.

    Wenn Sie also den Fotolack entfernen wollen, dann sollten Sie die Platte einfach in Spiritus baden, so entfernen Sie den Lack auch hinten. Oder einfach nur vorne abwischen !

    Alternativen:

    Baden der Platte in 3% Natronlauge (dann löst sich der Lack vorne und hinten)

    oder

    Belichten Sie die Platte direkt auf beiden Seiten, dann entwickeln Sie auf der Rückseite den Lack mit ab

    oder

    Belichten Sie auf der Rückseite mit einem BESTÜCKUNGSDRUCKFILM mit, dann sieht Ihre Platte noch professioneller aus !

  • Welches Material ist der Standard Open or Close

    FR2 ist ein Phenolharzhartpapierträgermaterial. Früher auch BAKELIT genannt. Dieses Material ist schon fast auf dem Weltmarkt verschwunden, weil technisch schlechter als der Weltstandard FR4 und nur unwesentlich billiger.

    FR3 ist ein Epoxydharzhartpapierträgermaterial. Dieses Material ist schon fast auf dem Weltmarkt verschwunden, weil technisch schlechter als der Weltstandard FR4 und nur unwesentlich billiger.

    CEM1 ist ein Epoxydharzkompositmaterial. Es hat einen Papierkern und Decklagen aus Glasgewebe. Dieses Material ist noch auf dem Weltmarkt vorhanden, weil technisch besser als FR2/3 und schlechter als der Weltstandard FR4. CEM 1 läßt sich besser bohren. Wegen des Papierkerns neigt es aber zum Quellen (Feuchtigkeitsaufnahme).

    FR4 deckt 99% des Weltmarktbedarfs ab. Dies ist ein Glasgewebematerial und nur unwesentlich teuerer als FR2 und CEM1.

    Teflon ist wesentlich hochwertiger als FR4 aber auch 6 mal so teuer !

    Neben dem Material (FR4) sollte auch die Kupferdicke auf der Bestellung stehen !

  • Gibt es flexibles Basismaterial? Open or Close

    Gibt es flexibles, fotopositiv beschichtetes Basismaterial (Flexpcb) das auch gelötet werden kann?

    Es ist prinzipiell möglich, Kaptonfolie (oder andere Folien) mit unserem Fotolack zu beschichten. Aber, weil der Fotolack NICHT flexibel ist, entstehen beim Handling (Belichten, Entwickeln, Ätzen) leicht Haarrisse.

    Dies ist leider FAST NORMAL, auch wenn unsere Wettbewerber das für den schnellen Verdienst gerne verschweigen.

    Wenn Sie wirklich FOLIEN fotobeschichtet haben wollen, dann sollten Sie über NEGATIVFOTOBESCHICHTUNG nachdenken. Diese ist flexibel und nicht knickempfindlich.

    Aber, vielleicht reicht ja auch eine sogenannte STARR-FLEXIBLE Platte ?

    Welchen Biegeradius benötigen Sie denn ?

    Hintergrund:  wir haben auch FR4 mit einer Trägerstärke von 0,125mm und 35µm Kupferauflage (einseitig oder doppelseitig) an Lager. Dies können Sie zum Preis von 0,5m Material im Format 510x1150mm (VE) erwerben. Zuschnittservice ist hier möglich.

    Mit diesen dünnen FR4 haben Sie normale FR4 (Löt-)Eigenschaften UND einen extrem kleinen Biegeradius (siehe Foto). Vielleicht würde Ihnen das ja schon helfen ??

    semiflex semiflex2

Fragen zu Software

  • Wie installiere ich BUNGARD Software ? Open or Close

    Bungard benutzt bei Softwarelizenzen keine Windows Registry Einträge. Sie können daher die Software sowohl mit dem INSTALLATION SHIELD automatisch installieren lassen. So haben Sie auch eine UNINSTALLER Funktion. Oder Sie kopieren die Dateien einfach in ein Unterverzeichnis Ihrer Wahl. Zum Deinstallieren können Sie dann ggf. einfach das Unterverzeichnis löschen.

Allgemeine Fragen

  • Isolationsfräswerkzeuge von Bungard Open or Close
    Zum Fräsen von Isolationen unter unter 0,6mm gibt es folgende Varianten aus unserem Haus:

    SC FT Fräser 0,6mm, zylindrisch,  Art. Nr. 81106  Preis 6,14 Euro/Stück  
    SC FT Fräser 0,5mm, zylindrisch,  Art. Nr. 81910-05 Preis 8,00 Euro/Stück  
    SC FT Fräser 0,4mm, zylindrisch,  Art. Nr. 81910-04 Preis 8,00 Euro/Stück  
    SC FT Fräser 0,3mm, zylindrisch,  Art. Nr. 81910-03 Preis 8,00 Euro/Stück
    SC FT Fräser 0,2mm, zylindrisch,  Art. Nr. 81910-02 Preis 24,00 Euro/Stück
    SC FT Fräser 0,1mm, zylindrisch,  Art. Nr. 81910-01 Preis 24,00 Euro/Stück

    (die 0,2mm und 0,1mm Typen sind extrem bruchgefährdet !)

    sowie

    G30° N,  Fräser für 0,1mm-0,3mm Kanäle (je nach Eindringtiefe); Art. 81351, 8,13 Euro/Stück
    G60° N,  Fräser für 0,2mm-0,5mm Kanäle (je nach Eindringtiefe); Art. 81350, 8,13 Euro/Stück

    English:

    for isolation milling, we offer the following routers:


    SC FT Fräser 0,6mm, cylindric,  Art. Nr. 81106  price 6,14 Euro/pc
    SC FT Fräser 0,5mm, cylindric,  Art. Nr. 81910-05  price 8,00 Euro/pc
    SC FT Fräser 0,4mm, cylindric,  Art. Nr. 81910-04  price 8,00 Euro/pc
    SC FT Fräser 0,3mm, cylindric,  Art. Nr. 81910-03  price 8,00 Euro/pc
    SC FT Fräser 0,2mm, cylindric,  Art. Nr. 81910-02  price 24,00 Euro/pc
    SC FT Fräser 0,1mm, cylindric,  Art. Nr. 81910-01  price 24,00 Euro//pc

    (attention: these  0,2mm and 0,1mm typs have short lifetime !)

    AND (with much better cutting lenght):

    G30° N,  routers for 0,1mm-0,3mm channels (depending on cutting depths); Art. 81351, 8,13 Euro//pc
    G60° N,  routers for 0,2mm-0,5mm channels (depending on cutting depths); Art. 81350, 8,13 Euro//pc

    By the way:  all our drill-, routing- and milling bits have a total length of 38.1mm and a ring distance of 21mm

     

     

    Zurück zur Übersicht

  • Folienrückstände (von der Lichtschutzfolie)? Open or Close

    Eigentlich "überlagert" man unser ORIGINAL BUNGARD Leiterplattenmaterial so gut wie gar nicht. Wir haben noch Rückhaltemuster von 1961(!) und die funktionieren immer noch!

    Allerdings haben wir im letzten Jahr ab und an Probleme mit verdeckten Schäden an der von uns verwendeten Klebefolie gehabt. Hier löst sich der Kleber nicht von der Platte, sondern von der Folie! Das ist natürlich sehr ärgerlich, kann aber nur chargenweise und stichprobenartig kontrolliert werden. (wir können ja nicht an jeder Platte die Folie wieder abziehen).

    Diese Fehler wird anstandslos als Reklamation anerkannt und kulant ausgetauscht. Bitte, senden Sie einfach die defekten Platten zurück und Sie erhalten Ersatz.

    Den Kleber können Sie ansonsten:

    a) einfach abrubbeln (wie bei einem Rubbellos, nur einfacher
    b) mit intakter Schutzfolie abziehen!

    c) mit Waschbenzin abwaschen (auf keinen Fall Lösemittel wie z.B. Aceton verwenden)

     

  • Entsorgung von Chemikalien - wie und wo? Open or Close

    Entsorgungstipps dürfen wir Ihnen aufgrund der aktuellen Gesetzeslage leider gar nicht geben. Wir sind keine zugelassenen Abfallberater.

    Folgende Schilderung der Erfahrungen anderer Kunden in Deutschland ist daher nicht als eine BERATUNG zu verstehen:

    "Kleinmengen kann man beim Umweltmobil der Stadt/Gemeinde abgeben. Das Produkt ist als metallsalzhaltige, schwefelsaure Lösung zu deklarieren. Die Entsorgung von Kleinmengen ist meistens kostenlos."

    "Größere Mengen werden von Entsorgungsbetrieben entgegengenommen. Auskunftspflichtig ist das Ordnungsamt oder die untere Wasserbehörde. Im allgemeinen sind die Abfalldiensleister auch die Sondermüllabfallabnehmer. Größere Mengen werden aber mit Einzelfahrten abgeholt!"

  • Vorlagenerstellung - welcher Drucker? Open or Close

    wirklich gute Filme erhalten Sie eigentlich nur

    1.) mit einem Laserplotter (wie unser FILMSTAR, siehe Website) dieses Gerät kostet allerdings 6.950 € 

    2.) oder von einer REPROFIRMA oder einer Druckerei

    3.) oder einem Filmservice (z.B. MKD Kramer, 51545 Waldbröl, Deutschland).

     

    Drucker sind immer Kompromisse. Laserdrucker tonern nicht richtig, Besonders bei großen Flächen, weil meistens die Auftragsrolle zwei Umdrehungen braucht pro DIN A4 Blatt, und dann ist die zweite Hälfte nur schwach getonert. Abhilfe schafft hier, wenn man zwei Ausdrucke macht, und beide übereinander legt. Die Tonerdichte ist dann nahezu perfekt, denn die Tonerfehler reproduzieren sich nicht. Ink-Jets (Tintenstrahler) sind bei weitem besser. Entweder, die Düse ist da und Tinte vorhanden, dann wird auch geschwärzt. Oder aber nicht (dann hat man ein Problem). Hier ist es richtig, dass es auf die richtig Auswahl bei den Folien ankommt, damit die Farbe nicht verläuft. Der Fachhandel hat hier aber sehr gute Lösungen im Programm. Ich bin hier ganz neutraler Marktbeobachter und habe schon mehrfach positiv zur Kenntnis genommen, dass z.B. die EPSON 1500er Baureihe sehr gute, schwarze Filme liefert. Allerdings kann schon eine Schwankung des Tintenmaterials neue Versuche BEI ALLEN Tintenstrahlern notwendig machen! Wir arbeiten hier zur Zeit an einer alternativen Lösung!

  • Was tun mit Spülwasser aus dem Leiterplattenprozess? Open or Close

    PDF PDF Ätzen und Umwelt


    Die Bewertung der Umweltverträglichkeit verschiedener Ätzmitteln muss auch die Aufbereitung des beim Spülvorgang anfallenden Abwassers einschließen. Dies gilt um so mehr, als  nach neuestem Recht die Grenzwerte für Schwermetalle im Abwasser  weiter erheblich gesenkt wurden und konkrete Anforderungen an die abwassertechnische Ausgestaltung  der Anlagen  gestellt werden.

    2.1 Bedeutung
    Die für den Betreiber einer Laborätzmaschine maßgeblichen kommunalen Kleineinleiterverordnungen und die Landeswassergesetze  orientieren sich bezüglich der Schwermetallkonzentration im Abwasser  der Kanalisation weitgehend an der Vorgabe des WHG für direktes Einleiten in ein Gewässer oder fordern sogar schärfere Grenzwerte als den dort z. B. für Kupfer genannten Wert von 0.5 mg/l.
    Unbeschadet dieser Tatsache und  der  hieraus abzuleitenden Konsequenzen, zeigt das folgende Beispiel, wie bedenklich der Versuch wäre, den Kupfergehalt im Spülwasser durch bloßes Verdünnen zu verringern. Unter Berücksichtigung einer Kupfergrenzkonzentration von 0.5 mg/l  werden zum Spülen einer mit nur 1 cm3 verbrauchter Eisenchloridlösung benetzen Platine mehr als 100 Liter Wasser benötigt. Darüber hinaus ist auch der Eisengehalt des Abwassers limitiert.

    2.2 Behandlungsmethoden
    Das obige Beispiel verdeutlicht die Notwendigkeit einer abwassertechnisch sicheren Nachbehandlung der Spülwässer. Diese kann für die Spüle aus sauren Ätzlösungen im ersten Schritt durch alkalisches Ausfällen der Schwermetalle und/oder durch die stufenweise Verringerung des Kupfergehalts (Kaskadenspülung) erfolgen. Mit alkalischem Ätzmittel benetzte Platten können im Wesentlichen nur in einer Kaskadenspüle behandelt werden.
    Im Vordergrund stehen bei der Spültechnik nach neuester Gesetzgebung Einrichtungen und Verfahren, die Sonderabfall vermeiden und die Abwassermenge verringern. Hierzu zählen u. a. Anlagen zur elektrolytischen Spülwasserentgiftung sowie Anlagen, die eine Kreislaufführung des Spülwassers ermöglichen, wie z. B. Ionenaustauscher.


    Die im folgenden angesprochenen Geräte und Methoden orientieren sich vornehmlich an der Prämisse, einerseits die sichere Einhaltung der Grenzwerte zu gestatten,  andererseits aber in einer vernünftigen Relation zur Größe und zum Durchsatz der  im Labormaßstab vorherrschenden Ätzmaschinen zu stehen. Die in der industriellen Serienfertigung anzuwendenden Maßnahmen müssen hier aus offensichtlichen Gründen unberücksichtigt bleiben.

    2.2.1 Hauseigene Wasseraufbereitung
    In vielen Unternehmen bestehen im Zusammenhang mit der Herstellung von Leiterplatten oder mit Galvanikanwendungen bereits Installationen zur Abwasserbehandlung. Die Spülwässer aus sauren, nicht jedoch solche aus ammoniakalischen Ätzlösungen, können i. d. R. einer solchen hauseigenen Anlage direkt zugeführt werden. Dort werden die Schwermetalle meist alkalisch gefällt und die Restkonzentrationen über Ionenaustauscher eliminiert.

    2.2.2 Standspüle
    Die Standspüle stellt eine der einfachsten, aber gerade für einen diskontinuierlichen Laborbetrieb geeigneten Methoden dar, die Abwassermenge zu begrenzen und ihre Behandlung zu vereinfachen. Sie arbeitet, wie auch die meisten der im angesprochenen Rahmen üblichen Ätzmittel, chargenweise und stellt meist die erste Behandlungsstufe für die zu spülenden Platten dar.
    Das in der Standspüle befindliche Wasser wird, z.B. mittels Natriumhydroxid oder Kalkmilch, auf etwa pH 10 eingestellt. Die in das Spülwasser verbrachten sauren Ätzmittelreste fallen in der alkalischen Lösung als Hydroxide aus.
    Die Einhaltung ausreichender Verweilzeiten und ein konstanter pH-Wert in der Standspüle sind für eine abwassergerechte Entgiftung der Platten von entscheidender Bedeutung.
    Der Inhalt der Standspüle kann chargenweise zusammen mit der verbrauchten Ätzlösung entsorgt werden.
    Die der Standspüle entnommenen Platten sind noch mit Alkali behaftet, zu dessen Entfernung sie in einer zweiten Stufe klar gespült werden müssen.
    Um die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an das Abwasser sicherzustellen, muss auch der Schwermetallgehalt  des in der Klarspülstufe anfallenden Wassers quantitativ ermittelt werden. Liegt er zu hoch, muss eine weitere Standspüle der alkalischen und der Frischwasserspüle zwischengeschaltet werden.
    An dieser Stelle bietet sich auch die Verwendung eines  marktüblichen, anorganischen Fällungshilfmittels an. Ausgehend von einer Cu-Konzentration von weniger als 1 g/l und einem ph von etwa 8 bis 9 sind solche Produkte meist in der Lage, den Restkupfergehalt des Spülwassers auf Werte unter 0.5 mg/l zu reduzieren.

    2.2.3 Umlaufspüle
    Anders als in der Standspüle wird bei diesem, besonders für z. B. Durchlaufätzanlagen geeigneten Verfahren, das Spülwasser mittels einer Pumpe im Kreislauf geführt. Die Badbewegung beeinträchtigt meist eine Sedimentation der Fällungsprodukte. Sie müssen abfiltriert werden, da sie sonst z. B. die Düsen der Spülzone verstopfen würden.
    Auch der Umlaufspüle muss eine zusätzliche Klarspüle folgen. Ebenso gelten für sie die gleichen Anforderungen an einen konstanten pH-Wert und an die Überwachung der Cu-Konzentration wie für die Standspüle. Wegen des höheren Aufwands zur Badpflege und Filtration erfordert eine Umlaufspüle oft bereits eine automatische Regelung. Das getrocknete und verdichtete Filtrat muss ebenso wie die verbrauchte Ätzlösung entsorgt werden.

    2.2.4 Abwasser freies Spülen
    Diese etwas irritierende Bezeichnung steht für ein Verfahren, das gerade im Bereich der Labor- und Kleinserienfertigung mit einfachen Mitteln der Maßgabe, Spülwasser einzusparen, schon sehr nahe kommt.
    Es basiert auf der Idee, das Spülwasser so lange zu benutzen,bis die Spülqualität der Platten nicht mehr ausreicht. Das 'verbrauchte' Spülwasser wird gesammelt und zum Neuansatz von Ätzmittel sowie zur Ergänzung von Verdunstungsverlusten verwendet.

    Die Durchführbarkeit der abwasserfreien Spültechnik hängt von einigen elementaren Voraussetzungen ab. Zunächst ist es erforderlich, ein Ätzmittel zu verwenden, das durch Lösen in  Wasser angesetzt wird. Flüssige Rezepturen scheiden hier von vornherein aus, so dass im Wesentlichen nur NaPS und FeCl3 in Frage kommen. Der Grad der Verschmutzung des Spülwassers hängt stark von der in die Spüle eingebrachten Menge ab. Dies  setzt eine verschleppungsarme Anlagentechnik  bzw. ausreichende Abtropfzeiten voraus. Bei der Beurteilung der Spülqualität ist weiterhin entscheidend, ob dem  Ätzen naßchemische Prozesse wie z. B. alkalisches Strippen folgen. Zuletzt entscheidet auch die Kupferaufnahme und damit die Standzeit der  Ätzlösung darüber, ob die Spülwassermenge in einem akzeptablen Verhältnis zur Wassermenge beim Ätzmittelneuansatz steht.
    Natürlich muss je nach Einsatzbedingungen und Anlagentechnik damit gerechnet werden, dass ein Überschuss an Spülwasser anfällt. Geringe  Mengen können aber dem zu entsorgenden Ätzmittel  beigegeben werden. Größere Überschüsse können eingedampft oder unter Verwendung eines anorganischen Flockungshilfsmittels alkalisch entgiftet werden.
    Auch bei dieser Methode ist es erforderlich, den ph-Wert des Spülwassers zu kontrollieren und die Schwermetallkonzentrationen im neutralisierten Spülwasserüberschußzu kontrollieren. Dazu existieren jedoch einfach zu bedienende, relativ preiswerte physikalische bzw. chemische Testmöglichkeiten.
    Eine aktuelle Form der abwasserfreien Spültechnik verwendet zur Entgiftung und zur Standzeitverlängerung des Spülwassers einer Elektrolysezelle.

    2.2.5 Kaskadenspülung
    Die Kaskadenspülung bedient sich des Konzentrationsgefälles von Schwermetallionen in mehreren aufeinander folgenden Spülstufen.
    Das Verfahren ist im Bereich der Labor- und Kleinserienfertigung nicht sehr weit verbreitet. Es eignet sich besonders für alkalische Ätzen, da es bei korrekter Anwendung verhindert, dass komplexierte Kupfersalze ins Abwasser gelangen.
    Dazu wird in der Kaskade meist nicht mit Wasser, sondern mit der ammoniakalischen sogenannten Replenisherlösung gearbeitet und erst in der letzten Stufe mit Frischwasser abgespült. Auch bei dieser Methode werden die angereicherten Spülwässer zur Regeneration der Ätzlösung verwendet.
    Der Einsatz einer Kaskadenspülung, besonders im Durchlaufverfahren, muss im hier diskutierten Rahmen und im Hinblick auf Investitions- und Überwachungsaufwand heute noch als aufwendig bezeichnet werden. Ihr Einsatz ist primär auf den Bereich des alkalischen Ätzens von Leiterplatten in Metallresisttechnik zugeschnitten.

Fragen zur Durchkontaktierung

  • Durchkontaktierung mit Kupferpaste Open or Close

    Durchkontaktierung wird weltweit in 99.999% aller Produktionsanlagen durch chemische und galvanische Prozesse durchgeführt, genau wie in unserer Durchkontaktierungsanlage COMPACTA.

    Unsere Wettbewerber verkaufen ihre Kunden gerne für dumm, indem sie ihnen "chemiefrei" Kupferpaste für die Durchkontaktierung anpreisen.

    Um den Sachverhalt klar zu stellen:

    1). Kupferpaste ist natürlich eine giftige Chemie. Für Kupferpaste existiert das vorgeschriebene Sicherheitsdatenblatt mit Gefahreneinträgen. Kupferpaste ist absolut nicht chemiefrei.
    2.) Kupferpaste entbehrt jeglicher mechanische Festigkeit (das Risiko, dass die "Farbe" bricht, ist sehr hoch).
    3.) Kupferpaste ist zwar im Prinzip lötbar, aber nur äußerst miserabel!
    4.) Kupferpaste hat einen hohen elektrischen Widerstand!

    Aus diesem Grund ist diese Art der Durchkontaktierung nur für Durchsteiger zulässig, die komplett gefüllt und mit Lötstoppmaske abgedeckt werden. Auf diese Weise ist der Widerstand vernachlässigbar und die Paste kann nicht aus dem Loch herausfallen.

    Die einzige technische Alternative zur chemischen Durchkontaktierung mit galvanischer Verkupferung ist am Ende nur die mechanische Nietenlösung mit unseren FAVORIT.

Bungard Newsletter
Bleiben sie auf dem laufenden und abonnieren Sie unseren Newsletter!